Im E3-Programm habe ich den ersten ART-Launch miterlebt und begleitet. Heute entwickelt sich E3 zum zentralen Betriebssystem für alle Autos im VW-Konzern. Es verbindet Prozessoren und Controller im Auto mit der Software, z. B. Schnittstellen, Motorsteuerung, Fahrzeugsicherheit, OTA-Updates und mehr.

Ich bin nach der Go-Entscheidung für SAFe dazugestoßen. Wir haben in einem LACE aus sechs Leuten den ART-Launch vorbereitet und nach zehn Wochen durchgezogen. Das Team bestand aus einem SPCT und zwei SPCs, mich eingeschlossen – also drei Externe. Zu Beginn habe ich Iterationsänderungen begleitet, den Scrum Mastern geholfen und mit Devs und POs an den Backlogs gearbeitet; hier ging es darum, das neue Projekt so zu formulieren, dass inkrementelles Arbeiten möglich wurde, entgegen den ursprünglichen (und unpräzisen) Vorgaben. Nach und nach habe ich weitere Themen gelernt: Standardisierung und Verbesserung von CICD und des Toolings, einschließlich der gesetzlichen Anforderungen (z. B. Bibliotheken). Ich hatte eine intensive Arbeitsbeziehung mit dem RTE, mit dem bis heute Kontakt besteht. Gemeinsam haben wir I&A-Workshops und die PIPs vorbereitet, verschiedene Formate getestet und Systemdemos verbessert, sodass sie in Iterationszyklen von drei Wochen stattfanden.

Methodisch habe ich zunächst den Systemarchitekten (vormals Teamleiter der Architekten) begleitet, dadurch entwickelte sich ein intensiver Kontakt zum Produktmanager.

Durch die enge Verbindung zu PM und RTE war ich an den Überlegungen zur ART-Aufteilung beteiligt. Wir haben 2018 das erste VSM-WS durchgeführt, zwischen Q4-2018 und Q2-2019 fünf ART-Starts durchgeführt und die Large Solution mit nun sechs ARTs aufgesetzt. Die LS war auch der Übergang des Programms von Porsche zu cSO (jetzt CARIAD). Ich habe den neuen (alten) Solution Manager und die nun zwei STEs begleitet. Mit ersterem haben wir beispielsweise die Entwicklung von E3-1.x geplant und – natürlich unter Beteiligung vieler PMs, POs und Devs – die Aufteilung von Epics – Capabilities – Features betrieben; mit letzterem haben wir DoD und DoR entworfen und diese co-kreativ mit ARTs und Teams weiterentwickelt. Ein wesentlicher Bestandteil war die Arbeit an Betriebsvereinbarungen und die Schaffung von Zusammenarbeit mit externen Parteien. Ich habe viele 1:1-technische Coachings und Workshops gemacht.

Im ersten Quartal 2020 übernahm ich die Rolle des Interim-STE, nachdem beide STEs die LS verlassen hatten – und zu Audi und Porsche zurückgekehrt waren. In der Zwischenzeit war die LS auf 800 Mitarbeiter und 8 ARTs angewachsen, an deren Einführung ich beteiligt war. Meine Intensität schwankte, war aber nie so intensiv wie in diesen sechs Monaten. Im zweiten Quartal 2020 übergab ich meine Verantwortung an einen neu eingestellten STE und verließ das Unternehmen, um neue Dinge zu lernen.

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